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Wärmewende im kommunalen Maßstab: ENGIE Deutschland übernimmt für 25 Jahre die Nahwärmeversorgung in Sandhausen

29. Juli 2026
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  • ENGIE Deutschland versorgt im baden-württembergischen Sandhausen das Schulzentrum, den Kindergarten Wirbelwind und die Quartiere „Große Mühllach I+II“ im Rahmen eines Energieliefer-Contractings mit einer Laufzeit von 25 Jahren
     
  • Die Partnerschaft startet am 1. August 2026; ab dann wird ENGIE Deutschland die CO₂-Emissionen um rund 71 Prozent bis 2030 senken und bis 2040 zu 100 Prozent erneuerbare Wärme bereitstellen
     
  • Das Vorhaben zählt zu den ersten Projekten der kommunalen Wärmeplanung in Sandhausen und soll über die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze unterstützt werden

Köln – ENGIE Deutschland und die Gemeinde Sandhausen setzen eines der ersten Projekte im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung in der Region um. Im Zuge eines Energieliefer-Contractings übernimmt ENGIE Deutschland zum 1. August 2026 die Nahwärmeversorgung für das Schulzentrum, den Kindergarten Wirbelwind sowie für die Quartiere „Große Mühllach I+II“. Der Vertrag läuft über 25 Jahre (2026–2051) und umfasst Betrieb und Optimierung sowie die schrittweise Dekarbonisierung des bestehenden Wärmenetzes mit rund 300 Hausübergabestationen und mit einem jährlichen Wärmebedarf von etwa 6.000 Megawattstunden. Hakan Günes, Bürgermeister der Gemeinde Sandhausen, sagt: „Gemeinsam mit ENGIE Deutschland gehen wir mit dem Projekt die Wärmewende vor Ort konkret an und setzen auf Planbarkeit, Verlässlichkeit und einen klaren Fahrplan für die kommenden Jahrzehnte. Für unsere Bürgerinnen und Bürger bedeutet das eine sichere, zunehmend klimafreundliche Wärmeversorgung.“

 

Dekarbonisierungspfad mit klaren Etappen

Kern des zukunftsweisenden Projekts ist der stufenweise Umbau der Wärmeerzeugung: Zum Versorgungsstart 2026 wird das Netz zunächst über Gas betrieben. 2027 verantwortet ENGIE Deutschland den Bau eines neuen Gas-Brennwertkessels und die Erstellung eines Transformationsplans nach BEW-Modul 1. Bis 2030 errichten die Experten und Expertinnen eine Pelletkesselanlage, die dann rund 80 Prozent der Wärmeerzeugung übernimmt. Ergänzt wird der Mix durch den Gasbrennwertkessel zur Spitzenlast- und Redundanzabdeckung sowie durch ein Blockheizkraftwerk für den Betriebsstrom. Ab 2040 plant das Team der ENGIE Deutschland die Umstellung der gasabhängigen Erzeuger auf Biomethan; die Wärmeversorgung erreicht damit einen Anteil von 100 Prozent erneuerbarer Energien. Der Effekt der Maßnahmen von ENGIE Deutschland auf die Emissionen ist erheblich: Die CO-Emissionen sinken von rund 1.068 Tonnen im Jahr 2026 auf etwa 310 Tonnen im Jahr 2030, ein Rückgang um rund 71 Prozent. Zum Ende der Vertragslaufzeit 2051 gehen die Wärmeerzeugungsanlagen in das Eigentum der Gemeinde Sandhausen über.

 

ENGIE Deutschland verbindet Wärmekompetenz und Kundenbetreuung

Niklas Wiegand, Geschäftsführer der ENGIE Deutschland GmbH, betont: „In Sandhausen zeigen wir, wie kommunale Wärmeplanung in die Praxis kommt. Bei ENGIE Deutschland bringen wir neben der Technik insbesondere die Finanzierungs- und Fördererfahrung mit, um ein bestehendes Netz Schritt für Schritt auf 100 Prozent erneuerbare Energien umzustellen. Als verlässlicher Partner der Kommunen treiben wir die Wärmewende dort voran, wo sie ankommt: nämlich vor Ort, bei den Menschen.“ In Sandhausen übernimmt ENGIE Deutschland die Betreuung der angeschlossenen Haushalte, wobei das Expertenteam der nahegelegenen Niederlassung Ludwigshafen eine zügige und kompetente Umsetzung sichert. Die Endkundinnen und Endkunden erhalten Zugang zum ENGIE-Kundenportal mit transparenten Verbrauchs- und Preisinformationen. Über die Vertragslaufzeit werden zudem alle Hausübergabestationen turnusmäßig erneuert, gewartet und ausgestattet mit geeichten, fernauslesbaren Wärmemengenzählern. Das Projekt von ENGIE Deutschland und der Gemeinde Sandhausen soll über die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) sowohl über Modul 1 (Transformationsplan) als auch über Modul 2 (Systemische Förderung) unterstützt werden und kann Vorbild für weitere Gemeinden und Städte deutschlandweit sein. ENGIE Deutschland zählt zu den erfahrenen Partnern für die kommunale Wärmewende: Der Spezialist für Technik, Energie und Service betreibt bundesweit rund 100 eigene Wärmenetze und begleitet Kommunen wie Tettnang, wo derzeit ein Nahwärmenetz aus 100 Prozent erneuerbarer Energie entsteht, auf ihrem Weg zur klimafreundlichen Wärmeversorgung.

 

Startschuss für die Wärmewende in Sandhausen: Niklas Wiegand (links), Geschäftsführer der ENGIE Deutschland GmbH, und Hakan Günes, Bürgermeister von Sandhausen, unterzeichnen den Vertrag über die Nahwärmeversorgung mit einer Laufzeit von 25 Jahren.

Über ENGIE Deutschland und die ENGIE-Gruppe

ENGIE ist ein wichtiger Akteur im Bereich der Energiewende, dessen Ziel es ist, den Übergang zu einer kohlenstoffneutralen Wirtschaft zu beschleunigen. In Deutschland planen, bauen, betreiben und vermarkten wir Wind-, Photovoltaik- und Wasserkraftanlagen sowie Pumpspeicher und Batteriespeicher. Industriekunden, Kommunen und die Wohnungswirtschaft begleiten wir bei der Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsziele mit der Optimierung des Verbrauchs sowie der Ausführung und dem Betrieb hocheffizienter gebäude- und energietechnischer Systeme. Mit Konzepten für klimafreundliche Wärmeversorgung, Mobilität und Digitalisierung unterstützen wir bei der Entwicklung von zukunftsfähigen Quartieren. Wir handeln mit Strom und Gas, versorgen Endkunden mit Energie, bieten fachübergreifende Engineering-Lösungen im Bereich Energie, Wasser und Infrastruktur und gehören zu den führenden Speicherbetreibern in Deutschland. Im Jahr 2025 erzielten die ENGIE-Gesellschaften in Deutschland mit rund 5.500 Mitarbeitenden einen Umsatz von 2,4 Mrd. Euro.

Die Aktivitäten der in 30 Ländern tätigen ENGIE-Gruppe ergänzen sich: Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien und grüne Gase, Flexibilität (insbesondere Batteriespeicher), Gas- und Stromübertragungs- und -verteilnetze, lokale Energieinfrastrukturen (Wärme- und Kältenetze) und die Energieversorgung von Haushalten, Kommunen und Unternehmen. Das börsennotierte Unternehmen erzielte im Jahr 2025 mit mehr als 90.000 Mitarbeitenden rund 71,9 Mrd. Euro Umsatz.

engie-deutschland.de

Ihre Ansprechpartnerin

Astrid Schatz
Chief Communication Officer
ENGIE Deutschland GmbH