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Tettnang auf der Zielgeraden zur erneuerbaren Nahwärmeversorgung

23. Juni 2026
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  • Knapp elf Monate nach dem Spatenstich feiern ENGIE Deutschland und das Regionalwerk Bodensee Richtfest für die Nahwärme-Energiezentrale in Tettnang.
     
  • Die Hauptleitungen des Nahwärmenetzes sind verlegt, und der Anschluss der ersten öffentlichen sowie privaten Gebäude wird derzeit vorbereitet.
     
  • Ab September 2026 werden über zehn öffentliche Gebäude mit erneuerbarer Wärme aus Biomasse versorgt und jährlich mehr als 4.000 Tonnen CO₂ im Vergleich zu fossilen Energieträgern eingespart.

Köln – Das Nahwärme-Projekt in Tettnang schreitet planmäßig voran: Knapp elf Monate nach dem Spatenstich im Juli 2025 haben ENGIE Deutschland, das Regionalwerk Bodensee, Tettnangs Bürgermeisterin Regine Rist sowie die beteiligten Baufirmen und Handwerker:innen am Freitag, den 19.06.2026, das Richtfest für die Nahwärme-Energiezentrale begangen. Der Rohbau in der Tettnanger Seestraße steht, die Hauptleitungen des Nahwärmenetzes sind verlegt, der Anschluss der ersten Gebäude ist in Vorbereitung. In der gemeinsamen Wärmeversorgungsgesellschaft Tettnang mbH hat jeder Partner eine klare Rolle: ENGIE Deutschland zeichnet für Planung und Bau verantwortlich, während das Regionalwerk Bodensee sowohl den Vertrieb verantwortet als auch das Heizwerk und Wärmenetz betreiben wird. Die erste Wärmeversorgung der Gebäude ist für September 2026 geplant.
 

Erneuerbare Wärme für öffentliche Tettnanger Gebäude

Zum Auftakt werden über zehn öffentliche Gebäude mit erneuerbarer Nahwärme beliefert, darunter ein Schulkomplex am Manzenberg, und das Rathaus. Die technische Grundlast sichern zwei Biomasseheizkessel. Als Brennstoff dienen Holzhackschnitzel aus der Region, aus denen nahezu CO2-neutral erneuerbare Wärme erzeugt wird. Ein Pufferspeicher gleicht Lastspitzen ab; für den Notfallbetrieb verfügt die Heizzentrale über einen Gaskessel. Michael Hofmann, Geschäftsführer des Regionalwerk Bodensee, sagt: „Das Richtfest ist für uns mehr als ein Baumeilenstein – es ist der Beweis, dass die Wärmewende in der Region ankommt. Durch das neue Nahwärmenetz spart Tettnang jährlich bis zu 4.176 Tonnen CO2 im Vergleich zu fossilen Energieträgern ein. Und weil die Holzhackschnitzel größtenteils aus der Region stammen und lokale Betriebe den Bau umsetzen, bleibt die Wertschöpfung direkt vor Ort.“
 

Meilenstein mit Programm

Perspektivisch ist eine Erweiterung des Netzes auf angrenzende Wohn-, Gewerbe- und Industriegebiete vorgesehen. Zum Richtfest eingeladen waren alle Mitglieder des Gemeinderats, Mitarbeitende der Stadtverwaltung, die beteiligten Baufirmen und Handwerker:innen sowie alle Bürger:innen, die künftig direkt am Nahwärmenetz wohnen. An vier Stationen rund um die Energiezentrale erläuterten Fachexpert:innen das Konzept – von der Heizleistung der Anlage über den Brennstoff Holzhackschnitzel und den mehrstufigen Verbrennungsprozess bis hin zu den Anschlussbedingungen für Endkund:innen. Steffen Haller, Leiter Projects im Geschäftsbereich Energy Solutions bei ENGIE Deutschland, betont: „Tettnang zeigt, wie kommunale Wärmeversorgung der Zukunft aussehen kann: erneuerbar, versorgungssicher und von Anfang an auf Wachstum ausgelegt. Das Richtfest markiert für uns den Punkt, an dem aus Planung greifbare Infrastruktur wird. Ich freue mich, dass wir diesen Meilenstein gemeinsam mit unseren Partnern und den Handwerker:innen vor Ort feiern, die das jeden Tag mit ihrer Arbeit ermöglichen.“

 

Wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur nachhaltigen Wärmeversorgung für Tettnang:

Michael Hofmann, Geschäftsführer des Regionalwerk Bodensee, Regine Rist, Bürgermeisterin von Tettnang, und Steffen Haller, Leiter Projects im Geschäftsbereich Energy Solutions bei ENGIE Deutschland (v.l.), stellen beim Richtfest der Energiezentrale die Bedeutung des Projekts für die Stadt heraus.

© Regionalwerk Bodensee

Über ENGIE Deutschland und die ENGIE-Gruppe

ENGIE ist ein wichtiger Akteur im Bereich der Energiewende, dessen Ziel es ist, den Übergang zu einer kohlenstoffneutralen Wirtschaft zu beschleunigen. In Deutschland planen, bauen, betreiben und vermarkten wir Wind-, Photovoltaik- und Wasserkraftanlagen sowie Pumpspeicher und Batteriespeicher. Industriekunden, Kommunen und die Wohnungswirtschaft begleiten wir bei der Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsziele mit der Optimierung des Verbrauchs sowie der Ausführung und dem Betrieb hocheffizienter gebäude- und energietechnischer Systeme. Mit Konzepten für klimafreundliche Wärmeversorgung, Mobilität und Digitalisierung unterstützen wir bei der Entwicklung von zukunftsfähigen Quartieren. Wir handeln mit Strom und Gas, versorgen Endkunden mit Energie, bieten fachübergreifende Engineering-Lösungen im Bereich Energie, Wasser und Infrastruktur und gehören zu den führenden Speicherbetreibern in Deutschland. Im Jahr 2025 erzielten die ENGIE-Gesellschaften in Deutschland mit rund 5.500 Mitarbeitenden einen Umsatz von 2,4 Mrd. Euro.

Die Aktivitäten der in 30 Ländern tätigen ENGIE-Gruppe ergänzen sich: Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien und grüne Gase, Flexibilität (insbesondere Batteriespeicher), Gas- und Stromübertragungs- und -verteilnetze, lokale Energieinfrastrukturen (Wärme- und Kältenetze) und die Energieversorgung von Haushalten, Kommunen und Unternehmen. Das börsennotierte Unternehmen erzielte im Jahr 2025 mit mehr als 90.000 Mitarbeitenden rund 71,9 Mrd. Euro Umsatz.

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