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Fernwärmeversorgung bietet großes Potenzial für Klimaschutz: Stadtwerke-Beteiligungen von ENGIE Deutschland reduzieren CO2-Ausstoß um insgesamt 110.000 Tonnen pro Jahr

02. Dezember 2019
  • Energie SaarLorLux bereitet den Kohleausstieg in Saarbrücken vor
  • ENGIE Deutschland und Energieversorgung Gera stellen die Strom- und Fernwärmeversorgung neu auf

Berlin, 2. Dezember 2019 – Fernwärme ist eine besonders klimaschonende Art der Beheizung. Sowohl Saarbrücken also auch Gera setzen seit Jahrzehnten auf diese Form der Wärmeversorgung. Die Wärme wird in Kraft-Wärme-Kopplung von den ENGIE-Beteiligungen Energie SaarLorLux beziehungsweise Energieversorgung Gera erzeugt. Angesichts sich verändernder Rahmenbedingungen haben ENGIE Deutschland und ihre lokalen Partner die Fernwärmeversorgung jetzt neu aufgestellt: Mit einer jährlichen Gesamteinsparung von 110.000 Tonnen CO2 bringen die Partner die Energiewende vor Ort voran.

Kohleausstieg: Vorreiterrolle in Saarbrücken
Die Saarbrücker Energie SaarLorLux, ein gemeinsames Unternehmen der ENGIE Deutschland (51 Prozent) und der Stadtwerke Saarbrücken (49 Prozent), hat am 29. November 2019 die bislang größte Neuinvestition in ihrer Unternehmensgeschichte verkündet. Für rund 80 Millionen Euro baut der Energieversorger unmittelbar an seinem Heizkraftwerk an der Römerbrücke ein neues Gasmotorenkraftwerk. Die fünf Gasmotoren mit einer elektrischen und thermischen Gesamtleistung von über 50 Megawatt werden ab 2022 dazu beitragen, die Fernwärmeversorgung der Landeshauptstadt Saarbrücken sicherzustellen. Dadurch können rund 30.000 Haushalte mit Strom und Wärme versorgt werden. Der Bau des Gasmotorenkraftwerks ermöglicht gleichzeitig den vollständigen Ausstieg aus der Energieerzeugung mit Kohle in Saarbrücken. Energie SaarLorLux zählt damit zu den ersten Energieversorgern in Deutschland, die den Kohleausstieg konsequent umsetzen. Mit der neuen Anlage senkt Energie SaarLorLux den CO2-Ausstoß in Saarbrücken um rund 60.000 Tonnen pro Jahr.

Gera: Nachhaltige Fernwärme für 19.000 Haushalte
In Gera wurde die Neuaufstellung der Fernwärmeversorgung bereits im Jahr 2019 abgeschlossen. ENGIE Deutschland errichtete hier zwei neue Heizkraftwerke mit insgesamt neun gasbetriebenen Blockheizkraftwerken (BHKW) und sechs Gaskesselanlagen. Mit einer Leistung von insgesamt 145 Megawatt thermisch und 40,5 Megawatt elektrisch liefern die beiden Anlagen bedarfsgerecht Strom und Fernwärme für rund 19.000 Fernwärmekunden in Gera. Das über 20 Jahre alte Heizkraftwerk Gera-Nord und das Heizwerk Süd der Energieversorgung Gera (EGG) wurden außer Betrieb genommen. Ergänzend dazu trennte die Energieversorgung Gera (Beteiligungen: 90 Prozent ENGIE Deutschland und 10 Prozent Stadt Gera) ihr Fernwärmesystem in zwei Teilnetze auf und stellte zusätzlich von teilweise Heißdampf komplett auf Heißwasser um. Beide Maßnahmen zusammen führen zu einer Einsparung von 50.000 Tonnen CO2 pro Jahr. In den Neubau der Kraftwerke hat ENGIE 46 Millionen Euro investiert, die Energieversorgung Gera weitere rund acht Millionen Euro in die neue Fernwärmenetz-Struktur. Die Energieversorgung der Stadt Gera ist damit für die nächsten Jahre nachhaltig und sicher aufgestellt.

Langjährige Expertise für Fernwärmesysteme
„Vor Ort liegt das größte Potenzial für die Umsetzung der Energiewende – wenn man bestehende Strukturen hinterfragt und an neue Gegebenheiten anpasst. In Gera und Saarbrücken hat die Kombination aus lokalen Kompetenzen und unserem Know-how als industrieller Partner zu einer Gesamteinsparung von 110.000 Tonnen CO2 pro Jahr geführt. Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann“, sagt Manfred Schmitz, CEO der ENGIE Deutschland AG. ENGIE Deutschland verfügt über umfangreiche Erfahrung mit dem Umbau von Fernwärmesystemen und ist unter anderem darauf spezialisiert, Anlagentechnik- und Contracting-Lösungen zu konzipieren und umzusetzen.

 

Alexa Schröder
Leiterin Unternehmenskommunikation
ENGIE Deutschland GmbH