Köln – ENGIE und Return haben eine Vereinbarung über die Nutzung zusätzlicher Flexibilitätskapazität von 300 MW aus Batteriespeichern in Deutschland unterzeichnet. Die Vereinbarung ist als virtuelles Flexibility Purchase Agreement (FPA) strukturiert und erhöht die zwischen beiden Unternehmen in Deutschland vertraglich vereinbarte Flexibilität auf insgesamt 400 MW.
Die Vereinbarung nutzt ein im deutschen Markt noch vergleichsweise neues Modell: Anders als bei einer Vereinbarung, die an einen einzelnen Batteriespeicherstandort gebunden ist, wird die Flexibilitätskapazität über mehrere Batteriespeicheranlagen von Return in Deutschland gebündelt. Über das Virtual Flexibility Portfolio (VFP) erhält ENGIE über eine einzige Schnittstelle Zugriff auf diese Kapazität. Auf Grundlage der bestehenden Zusammenarbeit zwischen ENGIE und Return kann die Kapazität erweitert werden, wenn das Portfolio von Return wächst.
Die Vereinbarung baut auf der ersten Transaktion der Partner über 100 MW in Deutschland sowie einer anschließenden Vereinbarung über 55 MW in Spanien auf. Sie zeigt, wie das VFP-Modell und die Partnerschaft zwischen ENGIE und Return auf weitere europäische Märkte ausgeweitet werden können.
„Unsere Partnerschaft mit Return zeigt, wie innovative virtuelle Flexibility Purchase Agreements dazu beitragen können, den Ausbau von Batteriespeichern zu beschleunigen und ENGIEs Ziel zu unterstützen, unseren Kunden rund um die Uhr CO2-freie Energie bereitzustellen“, sagt Martin Daronnat, Head of Flexibility and Structured Origination Germany bei ENGIE.
Flip van der Weijden, Head of Growth bei Return, ergänzt: „Diese Vereinbarung zeigt, dass sich Batterieflexibilität auch im deutschen Markt in großem Maßstab bereitstellen lässt. Nachdem wir mit ENGIE zunächst den Rahmen für 100 MW geschaffen haben, können wir nun weitere 300 MW aus unserem deutschen Portfolio hinzufügen. Genau diese einfache Erweiterbarkeit steht im Mittelpunkt unseres Virtual Flexibility Portfolio: Abnehmer erhalten eine skalierbare Möglichkeit, auf Flexibilität zuzugreifen, während unser Portfolio wächst. Zusammen mit unserer Expansion nach Spanien zeigt die Vereinbarung, wie wir diese Partnerschaft in Europa weiter ausbauen können.
Mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien steigt auch der Bedarf an Flexibilität und Netzausgleich. Portfoliobasierte Vereinbarungen wie das zwischen ENGIE und Return vereinbarte virtuelle Flexibility Purchase Agreement können den Ausbau von Batteriespeichern unterstützen, indem sie eine bessere Planbarkeit der Erlöse schaffen. Gleichzeitig ermöglicht es den Abnehmern über eine einzige Schnittstelle den Zugang zu wachsender Flexibilitätskapazität. Dies zeigt, wie innovative Vertragsmodelle dazu beitragen können, Batterieflexibilität für die Integration erneuerbarer Energien nutzbar zu machen.