Kopenhagen – ENGIE und European Energy haben eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, um die Entwicklung eines großskaligen Projekts für erneuerbaren Wasserstoff in Dänemark voranzutreiben. Das Vorhaben soll den entstehenden europäischen Wasserstoffmarkt unterstützen und den Ausbau grenzüberschreitender Infrastruktur zwischen Dänemark und Deutschland fördern. Das geplante Projekt soll in der Kommune Aabenraa entstehen in unmittelbarer Nähe zu der bestehenden Anlage Kassø, der weltweit ersten industriellen E-Methanol-Anlage. Eigentümer der bestehenden Anlage sind European Energy und Mitsui & Co. Ltd. Die neue Anlage soll über eine Elektrolysekapazität von bis zu 150 Megawatt verfügen und an das künftige deutsch-dänische Wasserstoffnetz angeschlossen werden. Der dort erzeugte Wasserstoff ist vor allem für industrielle Anwendungen und für den Verkehrssektor in Deutschland vorgesehen. Damit trägt das Projekt zur Transformation schwer zu dekarbonisierender Sektoren bei und stärkt zugleich die Versorgungssicherheit innerhalb der EU.
Die Vereinbarung zwischen ENGIE und European Energy legt den Rahmen für die weitere Zusammenarbeit in den kommenden Projektphasen fest, darunter technische Studien sowie Arbeiten zur Wasserstofflogistik. ENGIE sichert sich im Rahmen der Kooperation Vermarktungsrechte für mehr als 20.000 Tonnen erneuerbaren Wasserstoffs pro Jahr. Das Projekt spiegelt die zunehmende Reife des europäischen Wasserstoffmarktes wider, in dem sich erneuerbare Stromerzeugung, Infrastruktur und Nachfrage immer stärker parallel entwickeln werden. Der geplante kommerzielle Betrieb orientiert sich an der Inbetriebnahme der dänischen Wasserstoffinfrastruktur ab etwa 2030.
„Wir freuen uns sehr, die Zusammenarbeit mit European Energy zu starten. Unsere beiden Unternehmen ergänzen sich sowohl geografisch als auch entlang der Strom- und Wasserstoff-Wertschöpfungskette sehr gut. Als wichtiger Akteur in Europa im Gas- und Stromgeschäft will ENGIE ihre Kunden bei der Dekarbonisierung unterstützen und ihnen wettbewerbsfähige Angebote für erneuerbaren und CO2-armen Wasserstoff machen. Das gemeinsam mit European Energy, einem Wegbereiter bei der großskaligen Produktion von erneuerbarem Wasserstoff, entwickelte Kassø-Projekt wird uns dabei helfen, unser Angebot für Kundinnen und Kunden in Deutschland ab etwa 2030 weiter auszubauen“, sagt Henri Domenach, Managing Director Energy Management bei ENGIE.
„Wir sind erfreut über die Zusammenarbeit mit ENGIE bei diesem nächsten Schritt in der Entwicklung von grünem Wasserstoff. Das Projekt wird eine wichtige Rolle dabei spielen, erneuerbare Energieerzeugung mit der Dekarbonisierung der Industrie in Europa zu verbinden. Mit unserer Erfahrung aus der bestehenden Kassø-Anlage und der Produktion grüner Kraftstoffe sehen wir uns gut aufgestellt, um ein wegweisendes Projekt umzusetzen. Mit der umfassenden Expertise von ENGIE bei der Verknüpfung von Erzeugung und Nachfrage wird diese Partnerschaft für beide Seiten Mehrwert schaffen“, sagt Rene Alcaraz Frederiksen, EVP und Head of Power-to-X bei European Energy.