Köln – Das Nahwärmenetz Tettnang geht schrittweise in Betrieb: Seit Mitte September 2026 fließt das erste Warmwasser zur Beheizung der ersten angeschlossenen Gebäude. Nach 14 Monaten Bauzeit und damit schneller als vorgesehen erreichen ENGIE Deutschland und das Regionalwerk Bodensee damit einen zentralen Meilenstein für die Wärmeversorgung der Stadt. Getragen wird das Projekt von der gemeinsamen Wärmeversorgungsgesellschaft Tettnang mbH, in der jeder Partner eine klare Rolle übernimmt: ENGIE Deutschland organisierte den Bau von Heizwerk und Wärmenetz; damit stehen die Voraussetzungen für einen sicheren und zuverlässigen Betrieb bereit. Das Regionalwerk Bodensee übernimmt nun die Betriebsführung der Heizzentrale und des Leitungsnetzes sowie die Beratung der Kund:innen zu den Wärmelieferungsverträgen und die Energieabrechnung. Steffen Haller, Leiter Projects im Geschäftsbereich Energy Solutions bei ENGIE Deutschland und Geschäftsführer der Wärmeversorgungsgesellschaft Tettnang, sagt: „Tettnang zeigt, wie die kommunale Wärmewende in der Praxis gelingt und wie eine Wärmeinfrastruktur entsteht, die den Standort langfristig stärkt. Durch die Verbindung der langjährigen Erfahrung der ENGIE Deutschland mit der lokalen Präsenz unseres Partners Regionalwerke Bodensee treiben wir die Wärmewende vor Ort voran.“
Der Start der Wärmeversorgung bildet die Grundlage für eine langfristig ausbaufähige Wärmeversorgung in Tettnang. Bereits angeschlossen sind die Sporthalle am Manzenberg, die Carl-Gührer-Halle, das Gymnasium und erste private Gebäude. Weitere private und gewerbliche sowie öffentliche Gebäude auf dem Schulcampus Manzenberg und in der Innenstadt – darunter das historische Rathaus – folgen sukzessive. Die Wärmeversorgung erfolgt über zwei Biomasseheizkessel. Als Brennstoff dienen Holzhackschnitzel aus Restholz, die vollständig aus der Region mit einem Umkreis von bis zu 100 Kilometern stammen. Ein Pufferspeicher unterstützt die Versorgung bei erhöhtem Bedarf, für den Notfallbetrieb steht zusätzlich ein Gaskessel bereit. Durch dieses Konzept können ENGIE Deutschland und das Regionalwerk Bodensee in Tettnang jährlich mehr als 4.000 Tonnen CO2 im Vergleich zu fossilen Energieträgern einsparen. Michael Hofmann, Geschäftsführer des Regionalwerks Bodensee und Geschäftsführer der Wärmeversorgungsgesellschaft Tettnang, betont: „Mit der Inbetriebnahme der Nahwärme Tettnang ist ein bedeutender Schritt für eine zukunftsfähige Wärmeversorgung der Stadt geschafft. Nach der erfolgreichen Bauphase steht nun der zuverlässige Betrieb der Anlage im Mittelpunkt. Wir freuen uns, dieses wichtige Projekt in die nächste Phase zu führen.“